Arbeit & Politik

Mehr Arbeitsunfälle im ersten Halbjahr

Zwischen Januar und Juni 2010 ist die Zahl der Arbeitsunfälle und der Wegeunfälle im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 gestiegen.

"Wir gehen davon aus, dass dies die sich belebende Konjunktur zu Jahresanfang widerspiegelt", erklärte Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), den Anstieg der Unfallzahlen. 458.570 meldepflichtige Arbeitsunfälle hat die DGUV registriert – 7,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Auf dem Weg zur Arbeit gab es 30 Prozent mehr Unfälle. 120.324 Meldungen sind bei der Versicherung eingegangen. Das führen die Unfallexperten auf den strengen Winter zurück. Der deutlichste Anstieg sei in den Wintermonaten zu verbuchen.

Auch die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist angestiegen. 220 Menschen, zehn Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, verloren laut DGUV im ersten Halbjahr ihr Leben. Im vergangenen Jahr hatten sich insgesamt rund 900.000 Arbeitsunfälle ereignet. 468 Versicherte starben dabei, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Jahren 2006 bis 2008. Vor 20 Jahren ereigneten sich noch dreimal so viele tödliche Unfälle. Das zeigen Erhebungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Für Schüler, Studenten und Kinder war der Besuch der Bildungseinrichtung oder Kita sicherer als vor einem Jahr. Mit 627 718 meldepflichtigen Unfällen ist ein Rückgang um rund 7 Prozent zu verzeichnen. Auch die Zahl der Wegeunfälle sank leicht auf 61 262.

Quelle:
BAuA: Arbeitswelt im Wandel 2010, PM der DGUV vom 20.09.2010

© arbeitsrecht.de - (mst)

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