Arbeit & Politik

Weiter kein Leiharbeits-Mindestlohn mit der FDP

Im Koalitionsstreit um die Bezahlung von Leiharbeitern hat die FDP ihre Blockade-Haltung noch einmal bekräftigt.

"Es bleibt dabei, wir lehnen das ab", erklärte FDP-Sozialexperte Heinrich Kolb der gestrigen Frankfurter Rundschau. Mindestlohn sei "ein Instrument, mit dem die Platzhirsche ihr Terrain abstecken". Favorisiert werde ein alternatives Modell, wonach der Lohn von Leiharbeitern mit Ablauf einer bestimmten Frist an den der Festangestellten angepasst werden soll. Darüber wolle die FDP noch in diesem Monat mit Gewerkschaften und Arbeitgebern sprechen.

Aufgeschlossener steht mittlerweile Koalitionspartner CDU einem Mindestlohn für Leiharbeiter gegenüber. Allerdings forderte Fraktions-Vize Michael Fuchs in der Zeitung, dass sich Gewerkschaften und Arbeitgeber erst auf eine Mindestlohn-Höhe einigen müssten. Damit könnte dann die Politik tätig werden.

Noch unter Schwarz-Rot war eine Aufnahme eines Mindestlohns bei der Leiharbeit ins Arbeitnehmer-Entsendegesetz am Widerstand der Union gescheitert. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verdienen Leiharbeiter bis zu 25 Prozent weniger als regulär Beschäftigte.

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Quelle:

Frankfurter Rundschau, Reuters

© arbeitsrecht.de – (sh)

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