Arbeit & Politik

Aufschwung am Arbeitsmarkt

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im zweiten Quartal 2010 gestiegen. 40,3 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Wirtschaftliche Erholung und Nachholeffekte aufgrund der schlechten Witterung im ersten Quartal des Jahres haben vermutlich für den Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt gesorgt, der rund 400.000 Menschen mehr als in den ersten drei Monaten des Jahres einen Job beschert hat. Es sei der höchste Erwerbstätigenstand in einem zweiten Quartal seit der Wiedervereinigung, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Unter Berücksichtigung der üblichen jahreszeitbedingten Schwankungen seien 81.000 mehr Menschen in Arbeit als im Vorquartal.

Die Arbeitsmarktexperten der Statistikbehörde stellten eine recht unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Branchen fest. Während das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft mit einem Beschäftigungsrückgang konfrontiert sind, geht es bei Dienstleistern und im Baugewerbe aufwärts. Im Dienstleistungssektor stieg die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent.

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hat sich im zweiten Quartal 2010 die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 335,8 Stunden je Erwerbstätigen erhöht. Weniger Kurzarbeit und der leichte Anstieg der normalen Wochenarbeitszeit sowie Überstunden sind die Ursachen.

Quelle:
PM des Statistischen Bundesamtes v. 18.08.2010

© arbeitsrecht.de - (mst)

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