Arbeit & Politik

Arbeitgeber verzeihen Unpünktlichkeit

Nur jeder fünfte Beschäftigte bekommt Ärger mit dem Chef, wenn er zu spät zur Arbeit kommt. Das hat eine Umfrage des Karriereportals Monster.de ergeben.

Rund ein Drittel der Befragten in Deutschland gab an, Verspätungen seien kein Problem, wenn sie ihren Arbeitgeber rechtzeitig informieren. Bei 44 Prozent dulde es der Chef, wenn sie gelegentlich zu spät kommen. 20 Prozent bekommen dagegen immer Ärger, egal wie sie die Verspätung begründen. Etwa 2.600 Personen hatten an der Befragung teilgenommen.

Eine Studie des Personaldienstleisters Career Builder bringt ähnliche Ergebnisse: Für 34 Prozent der deutschen Arbeitgeber ist es unproblematisch, wenn Angestellte zu spät kommen, solange sie ihre Arbeit gut und in angemessener Zeit erledigen. Allerdings achten laut dieser Untersuchung 40 Prozent der rund 130 befragten Führungskräfte in Deutschland seit der Wirtschaftskrise stärker darauf, wann ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz erscheinen.

Hintergrund:

Beim sorglosen Umgang mit der Arbeitszeit ist Vorsicht geboten. Denn regelmäßige Verspätungen können den Job kosten. Nach der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte kann Unpünktlichkeit die verhaltensbedingte Kündigung nach sich ziehen, wenn der Mitarbeiter zuvor abgemahnt wurde.
Wer zu spät kommt, erfüllt seine arbeitsvertragliche Leistungspflicht nicht richtig.

Der Arbeitnehmer trägt das "Wegerisiko", er muss sicherstellen, dass er pünktlich auf der Arbeit erscheint. Ausnahmen lassen die Gerichte nur selten zu, etwa bei nicht vorhersehbaren Naturereignissen.

Quelle:
PM von Monster.de, Carrierbuilder.de

© arbeitsrecht.de - (mst)

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