Arbeit & Politik

Bis zu drei Prozent Wirtschaftswachstum

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung in der Hans-Böckler-Stiftung rechnet mit einem deutlich höheren Wirtschaftswachstum als bisher erwartet. "Sensationell gute“ Konjunkturwerte für das zweite Quartal deuten darauf hin.

Ende vergangenen Jahres waren die Ökonomen beim Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von rund zwei Prozent ausgegangen. Jetzt zeige sich, wie kräftig die Konjunkturprogramme weltweit die Wirtschaft angeschoben hätten, erklärte der Wissenschaftliche Direktor des IMK, Gustav A. Horn. "Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute für das zweite Quartal geliefert hat, sind aber so sensationell gut, dass für das Gesamtjahr ein noch stärkeres Wachstum absehbar ist", sagte Horn. Der Experte rechnet mit 2,5 bis drei Prozent.

Vor Euphorie warnt Horn trotz der guten Halbjahresbilanz. Der staatliche und private Konsum habe sich zwar besser entwickelt, sei im internationalen Vergleich aber weiterhin schwach. Problematisch sei auch die große Abhängigkeit Deutschlands von der Wareneinfuhr. Sowohl höhere staatliche Investitionen als auch eine stärkere, produktivitätsorientierte Lohnentwicklung sind laut Horn nötig, um die Binnennachfrage zu stärken.  

Erst wenn die meisten Konjunkturprogramme während des Jahres ausliefen, zeige sich, ob die Krise tatsächlich überwunden sei.

Quelle:
PM der Hans-Böckler-Stiftung vom 13.08.10

© arbeitsrecht.de - (mst)

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