Arbeit & Politik

Kinderarbeit verboten!

Am 9. August 1960 ist das Jugendarbeitsschutzgesetz in Kraft getreten. Seit 50 Jahren gilt: Weil Kinder und Jugendliche weniger widerstandsfähig sind als Erwachsene, dürfen sie am Arbeitsplatz auch nicht den gleichen Belastungen ausgesetzt werden.

Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt galt erstmals ein bundesweit einheitliches Jugendarbeitsschutzgesetz. Bis heute legt es unter anderem das Mindestalter einer regulären Beschäftigung auf 14 Jahre fest und verbietet Akkord- und Fließbandarbeit bis zum 18. Lebensjahr.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock sprach anlässlich des Jubiläums von einer Erfolgsgeschichte. "Es war und ist richtig, junge Menschen in der Ausbildung besonders zu schützen." Auszubildende seien Lernende und keine preiswerten Vollzeitarbeitskräfte.

Deshalb regelt das Gesetz, ab welchem Alter welche Tätigkeiten erlaubt sind - gleichgültig, ob es um den Azubi geht oder einen Schüler im Ferienjob. Kinder unter 13 Jahren dürfen nur ausnahmsweise, etwa bei Theateraufführungen, mit behördlicher Genehmigung arbeiten – und natürlich wie alle Minderjährigen nur dann, wenn die Eltern einverstanden sind. Ab 13 sind schon leichtere Aushilfstätigkeiten erlaubt, um sich das Taschengeld aufzubessern. Das geht von Zeitungsaustragen bis hin zur Feldarbeit. Für die Berufsausbildung liegt das Mindestalter bei 14 Jahren.

Mit zahlreichen Ausnahmen hat der Gesetzgeber den Jugendarbeitsschutz den Anforderungen unterschiedlicher Branchen angepasst, damit die Jungarbeitnehmer auch in der Landwirtschaft, im Gaststättengewerbe oder in einer Bäckerei ihr Geld verdienen können.

Immer gilt die Vorgabe, dass bei allen Arbeiten Sicherheit, Entwicklung und Gesundheit der Kinder im Vordergrund stehen müssen. Was zu gefährlich ist, ist verboten.

Quelle:
PM der Bundesagentur für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), DGB v. 06.08.2010

© arbeitsrecht.de - (mst)

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