Arbeit & Politik
Ver.di macht gegen PIN & Co. mobil
Die Gewerkschaft ver.di will bei Briefdienstleistern parallel zur Einführung eines Postmindestlohns auch Haustarifverträge durchsetzen.
Die Gewerkschaft hat angekündigt, Unternehmen der Briefdienstebranche zu Verhandlungen über Haustarifverträge aufzufordern. Einen entsprechenden Beschluss hat die zuständige Bundestarifkommission gefasst, nachdem der Arbeitgeberverband Neue
Brief- und Zustelldienste (AGV NBZ) der Aufforderung von ver.di zur Aufnahme von Tarifverhandlungen in der vergangenen Woche nicht gefolgt war.
Mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes und dem Auslaufen der Verordnung über den Postmindestlohn zum 30. April hätten Arbeitgeber wie die Pin Mail Berlin AG ihren Beschäftigten den Lohn gekürzt, so die stellvertretende Vorsitzende Andrea Kocsis. In der Briefdienstebranche seien nach wie vor auch Stundenlöhne von 5,50 Euro Realität.
Parallel dazu hält ver.di an einem über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz für allgemein verbindlich zu erklärenden Postmindestlohn fest. Grundlage hierfür ist ein entsprechender Mindestlohntarifvertrag.Bei einer Anzahl von bundesweit 441 Lizenznehmern mit insgesamt rund 31.000 Beschäftigten und drei Arbeitgeberverbänden, die auch gemeinsam die Branche nicht abdecken, sei die gesetzliche Lohnuntergrenze auch künftig unabdingbar.
Quelle:
ver.di v. 26.05.2010
© arbeitsrecht.de – (ts)
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